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Rauhe Haut: Ursachen, Verhaltens- und Pflegetipps

Viele Menschen haben mit rissiger, trockener Haut zu kämpfen. Sie juckt und spannt und entzündet sich auch leicht. Doch es gibt viele Pflegeprodukte und Salben, mit denen sich der Reiz lindern lässt.

Trockene Haut ist zwar manchmal ererbt, aber kein Schicksal. Wer unter trockener Haut leidet, sollte nicht zu heiß duschen und nur milde Duschgels benutzen. Für die Haarwäsche empfehlen sich Anti-Schuppenshampoos oder milde Babyshampoos, für Vollbäder medizinische Ölbäder. Man sollte Nacht- und Tagescremes benutzen und eventuell zusätzliche Cremes für rauhe Haut um die Augen. Auf sehr trockene Partien kann man Vaseline auftragen. Damit diese zum Beispiel in die Hände oder Füße besser einzieht, kann man die Vaseline auch in einer dicken Schicht auftragen und nachts Plastiktüten oder Handschuhe um die Hände und Füße wickeln. Gerade in der kalten Jahreszeit wird die Haut wegen der Heizungsluft und der niedrigen Luftfeuchtigkeit trockener. Hier helfen Luftbefeuchter und regelmäßiges Durchlüften. Zuviel Sonne sollte man meiden, beim Spülen und bei Gartenarbeiten Handschuhe benutzen. Ein- bis zweimal in der Woche sollte man ein Peeling durchführen. Fett- und feuchtigkeitsspendende Peelings kann man sich auch leicht anmischen, so zum Beispiel aus Olivenöl und Zucker. Beschäftigte in der Gastronomie, Reinigungskräfte und Friseusen, die berufsbedingt an Hautproblemen leiden, können ihre Beschwerden ebenfalls mit diesen Verhaltensänderungen und entsprechender Hautpflege lindern, außerdem ältere Menschen, deren Haut altersbedingt trockener wird.

Wer trotz Pflege weiter von rauher Haut geplagt wird, sollte den Ursachen nachgehen. So können Hautveränderungen ein Anzeichen für Nährstoffmangel sein, etwa Mangel an B-Vitaminen. Mangel an Vitamin C kann die Wundheilung stören. Bevor man aber Vitamine einnimmt, sollte man vom Arzt überprüfen lassen, ob überhaupt ein Mangel vorliegt. Auch allgemeines Untergewicht kann eine Ursache für Hautprobleme sein.

Manche leiden auch nur an lokal auftretenden rauhen Stellen oder Ekzemen, zum Beispiel unter den Augen. Diese können auf Stress zurückzuführen sein. Beim Arzt kann man sich Salben dagegen verschreiben lassen, zum Beispiel mit Cortison. Auch in der Pubertät, der Schwangerschaft und in den Wechseljahren kommt trockene Haut vor. Die Betroffenen leiden dabei unter kleinen Pickeln, zum Beispiel an den Armen. Auch diese kann man vom Arzt behandeln lassen. Neben Hormonschwankungen kommen Kontaktallergien, Neurodermitis und Schuppenflechte als Verursacher für Hautprobleme in Frage. Diese sollte man entsprechend behandeln lassen. Wenn rauhe Stellen noch von anderen Symptomen begleitet werden, können diese auch auf Krankheiten hinweisen. So können zum Beispiel bei Schilddrüsenunterfunktionen, Magen- und Darmerkrankungen und Diabetes Hautprobleme auftreten. In seltenen Fällen können Verhornungsstörungen die trockene Haut verursachen.