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Express Zertifikat - Geldanlage mit Sicherung

Wer sein Geld in Zertifikaten anlegen, das Risiko einer solchen Geldanlage aber trotzdem kalkulierbar halten möchte, der setzt in der Regel auf Zertifikate mit einem eingebauten Sicherungsmechanismus.

Index-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Garantie-Zertifikate - wer einen Teil seines Geldes in Zertifikaten anlegen will, der hat die Qual der Wahl. Entscheidend für Anleger sind die Konditionen der jeweiligen Angebote, denn nicht jedes Zertifikat birgt auch das gleiche Anlagerisiko. Wer beispielsweise zu den eher konservativen Anlagetypen gehört, aber trotzdem ein gewisses Risiko nicht scheut, für den ist ein sogenanntes Express Zertifikat die richtige Anlagemöglichkeit. Denn bei dieser Art von Zertifikat ist das Geld des Anlegers, zumindest bis zu einem gewissen Grad, auch bei fallenden Kursen gegen einen Komplettausfall der Geldanlage abgesichert.

Wer sich für ein solches Papier entscheidet, für den wird vom Emittenten des Zertifikates zunächst ein sogenannter Basispreis festgelegt, zu dem das entsprechende Zertifikat ausgegeben wird und der sich am Basiswert des jeweiligen Papiers orientiert. Die Laufzeit der Anlage beträgt dann in der Regel zwischen drei und sechs Jahren, je nach Wunsch des Anlegers. Für diese Laufzeit wiederum werden sogenannte Beobachtungstage festgelegt, meist in einem Abstand von rund 12 Monaten. An diesen Beobachtungstagen werden der Basiswert und der Basispreis des Zertifikates miteinander verglichen. Liegt der Basiswert des Papiers an diesem festgelegten Beobachtungstag über dem Basispreis, so wird das Papier fällig und der Anleger bekommt den Nominalwert seiner Anlage inklusive eines Bonusbetrages ausgezahlt. Liegt der Basiswert am Beobachtungstag dagegen unter dem Basispreis, so verlängert sich die Laufzeit automatisch bis zum nächsten festgelegten Beobachtungstag.

Wenn am letzten Beobachtungstag der Basiswert des Zertifikates immer noch unter dem Basispreis liegt, dann greift ein automatischer Sicherungsmechanismus. Konkret bedeutet dies, dass bei der Ausgabe des Papiers auch eine sogenannte Sicherheitsschwelle festgelegt wird. Wird dieses Sicherheitsniveau nicht unterschritten, so erhält der Anleger den Nominalpreis seiner Anlage zurück, auch wenn der Wert am Beobachtungstag unter dem Basispreis liegt.